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Ein nicht alltägliches Wochenende in Frankreich
Noch ein internationales Turnier für die Hessenjugend, diesmal Annecy in Frankreich. Die Einladung hierzu haben unsere Hessen beim letzten Turnier in Montreux erhalten. Also haben sich am Freitag nachmittag Jasmin, Jini und André - Paul musste leider die Teilnahme absagen, Richtung Süden aufgemacht. Nachdem wir entlang der A5 noch vier Spieler aus Ba-Wü eingefangen hatten, war der Bus voll und es ging weiter Richtung Aarau in der Schweiz. Dort eine herzliche Begrüßung und noch ein kurzer Schwatz mit den restlichen Spielern und Betreuern aus Ba-Wü, dann ab in die Jugendherberge in Beinwil am See.
Nach einer kurzen Nacht aufstehen um 6.00 Uhr,
Frühstück und dann noch 3 Stunden bis zum Bouleodrome in Annecy. Nachdem uns
das Navi – immer sind die elektronischen Helfer Schuld – in Genf eine fast
einstündige Stadtrundfahrt verschafft hatte, haben wir es doch noch geschafft
aus dem Labyrinth der Einbahnstrassen herauszufinden.
Genf ist mit Sicherheit
mehr als diese Stadtrundfahrt wert, das können wir in 2 Wochen herausfinden.
Denn wir haben auch nach Genf eine Einladung zum 1er HIVERNAL JEUNES de
la GENEVOISE bekommen, drückt uns am 14.März die Daumen.
Zurück zum Thema, Ankunft in Annecy. Einfach
überwältigend diese Boulehalle, 60 Bahnen in Turniergröße, verschiedene Beläge,
eine ganze Seite mit Tribünen gestellt und auch auf der anderen Seite vor dem
carré d’honneur eine Tribüne. Und diese Tribünen waren bereits in den
Vorrundenspielen besetzt, ab den Halbfinals fast überfüllt. Ein Bild wie ich
mir das auch für Turniere bei uns wünsche. Auch für die Spieler ein geiles
Gefühl vor Publikum zu spielen, gut gespielte Kugeln, egal ob gelegt oder
geschossen, wurden mit Beifall honoriert.
Das
Starterfeld je Altersklasse
(Juniors, Cadets und Minimes) 36 Teams, alle voll besetzt. Bei den
Junioren 9
Poules, die Pouleköpfe mit eingeladenen ausländischen Teams gesetzt.
Dies waren
die Nationalteams von Frankreich, der Schweiz, Belgien, Tschechien,
Polen, dem
Gastgeber natürlich, einer Kadermannschaft aus dem Jura, dem Kader von
Baden-Württemberg und Hessen. Alle anderen Mannschaften aus Frankreich
mussten
sich für dieses Turnier qualifizieren. Da waren schon „Knallerteams“
dabei.
Unser Poule mit alten Bekannten aus Montreux
- St.Claude, einer
Kadermannschaft aus dem Departement Isere und einer Mannschaft aus Djon. Das
erste Spiel gegen Isere überzeugend zu 7 gewonnen, danach St.Claude, die waren
Turnierzweite in Montreux. Dort in Montreux waren wir noch fast chancenlos.
Hier haben die Kids zwar auch nicht gewonnen, aber dem Gegner nach
einem schwachem Start doch noch 10 Punkte abgetrotzt. Die Einstellung hat gestimmt.
Danach Barrage, wieder gegen den Gegner aus unserer ersten Begegnung. Schnelle
Führung, gut gespielt, dann bei 11 zu 5 einen „Fünfer“ kassiert, daran hatten
die drei zu knabbern. Die nächsten Aufnahmen ging es hin und her, letzten Endes
verdient zu 11 gewonnen. Poulezweiter, also A Turnier.
Dann für heute Schluß
mit Boulespielen. Abendessen und danach Transfer zu unserer Schlafstätte, einem
Gymnasium. Am Morgen wieder um 6.00 Uhr wecken, duschen, Früchstück und zurück
in die Halle.
Cadrage mit Freilos, danach 1/8 Finale gegen die Belgier. Ich hatte dieses Team schon letztes Jahr in
Kayl beobachten dürfen, mir war klar das wir hier Außenseiter waren und
eigentlich nur lernen konnten. Furioser Start ins Spiel, die ersten fünf Aufnahmen
jeweils in der Reihenfolge Schweinchen, Legekugel press ans chochonnet, Schuß
auf die Kugel und Sau ins Aus gespielt. Einfach genial. Das Spiel dann zwar zu
2 verloren, aber so deutlich wie das Ergebnis ausschaut, war es nicht. Nur eine
Aufnahme mit 2 Punkten abgegeben, alle andern nur mit einem Punkt. Zusätzlich
zu den ersten Aufnahmen noch weitere 4 mal das Schweinchen ins Aus gespielt. Am
Ende hatten die Belgier immer noch eine Kugel zu spielen, insgesamt war das
aber ein Spiel auf Augenhöhe. Es hat Spaß gemacht, diesem Spiel zuzuschauen. Die
Belgier hatten es danach bis ins Finale geschafft. Da dieses Spiel auch eine
Abstiegsquadrage zum B Turnier war, haben wir dort eine weitere Chance
erhalten. Dort sind wir auf eine
weitere – nicht die aus unserem Poule – Kadermannschaft aus dem Isere getroffen. Auch in diesem Spiel mehrere Aufnahmen mit
Sau ins Aus, aber insgesamt war nach dem vorherigen Spiel die Luft raus,
verloren zu 9. Ein starkes Turnier war
für uns zu Ende, wir haben uns dann auf’s Zuschauen konzentriert.
Fazit für
mich für dieses Wochenende: Knapp 1300 Kilometer gefahren, wenig Schlaf gehabt,
Sonntag Nacht erst um 1.30 Uhr zuhause angekommen, einige graue Haare (es
stresst ganz schön, nur am Rand zu coachen) mehr, und trotzdem enorm viel Spaß
gehabt. Vor allen Dingen macht es Spaß zu sehen, wie die Kids an einem solchen
Turnier „wachsen“. Und sowohl für Spieler, aber insbesondere für die Betreuer,
gibt es bei solchen Events mehr als genug Möglichkeiten Freundschaften zu
schließen, zu vertiefen und Kontakte zu knüpfen.
Ein klasse Turnier, ein
starkes Starterfeld, eine funktionierende Turnierorganisation und eine perfekte
Logistik. Ich hoffe, wir Hessen werden nächstes Jahr wieder eingeladen.
Ein dickes Danke an Charles Guirao, Président du sectuer Annécien de Pétanque und dem Organisationskomitee des Departements Haute-Savoie für ein tolles Wochenende sagen das Team Sabine, Jasmin, Jinzhao, André und Hendryk
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